Der rote Pit Der rote Pit: Ein Geschenk von unserer Freundin aus Hannover

07.07.2017

Ein Geschenk von unserer Freundin aus Hannover



Ein Geschenk, ein Geschenk!
Von unserer Freundin aus Hannover.
Ein Waffeleisen!
Was für eine Scheiße Freude.





Ich habe keine Ahnung wie der Teig für Waffeln gemacht wird, und in den zwei Kochbüchern von Mutti steht auch nichts drin. Also ins Internet und ein Rezept gesucht. Ich habe mir eins rausgesucht, mit dem ich wohl zurechtkommen sollte.

Zutaten für ein Grundrezept:
250 g. Margarine
250 g. Zucker
500 g. Mehl
6 Eier
ca. ½ l. Milch
etwas Mineralwasser hinzugeben (… warum auch immer)
2 Päck. Vanillezucker
1 Kaffeelöffel Backpulver

Dazu schmecken heiße Kirschen und Sahne gut. Man kann aber auch Eierlikör über die Sahne gießen, dann sollte man die Kirschen weglassen. Mutti würde jetzt wohl sagen, »Man könnte aber auch noch die Sahne weglassen und nur Eierlikör auf den Teller verteilen.« Ja, Ja die Mutti, dass ist schon Eine. Alles in eine großen Schüssel geben und schön mit einen Handmixer verquirlen, bis …

»Ey hömma, den Scheiß machste aber ohne mich, nä? Der Teig is sowat von ekel­er­re­gend, dat glaubse ja nich. Und ich soll auch noch meine Quirls da reinhalten? Du has ja nich mehr alle.«
»Hab dich mal nicht so. Ist doch fast genauso wie Pfannkuchenteig.«
»Sachma, bisse bescheuert? Eure Pfannkuchen sind allererste Sahne. Aber der Scheiß hier, Milch und Mineralwasser, boah ey, ich muss kotzen.«
»Also eins will ich hier mal klarstellen. Ich bin heute die Hausfrau und habe das Sagen. Du bist nur ein gemeiner Handmixer und machst genau das, wofür du gebaut wurdest. Nämlich um mir die Arbeit zu erleichtern. KLAR?«
»Ich zeig dir gleich ma wo der Hammer hängt, du nachgemachte Hausminna. Ich als Handmixer sitz am längeren Hebel. Wenn ich will, dann lass ich einfach einen Quirl brechen. Zack!«
»Das machst du aber nicht mit mir. Dann feuer ich dich in die Mülltonne. Zack!«

Waffeln backen


Nachdem ich die Sache mit meinen Mixer geregelt hatte, begann ich Waffeln zu backen. Die ersten zwei hatten sich als Nacht getarnt und waren so hart, dass ich ´ne Säge zum zerteilen brauchte. Die nächste Waffel hatte zumindest schon mal eine schöne Farbe, war aber immer noch zu hart. Also noch etwas Milch und Mineralwasser in den Teig kippen. Die vierte Waffel war schön anzusehen, aber zu weich. Noch ein bisschen Mehl dazugeben. Das ging so weiter, bis ich eine größere Schüssel brauchte.

Um den ganzen Scheiß abzukürzen. Als ich die richtigen Waffeln auf den Teller hatte, war die Teigmenge so groß, dass ich die Waffeln bei uns auf den Wochenmarkt hätte verkaufen können. Nun gut. So war ich den ganzen Tag beschäftigt und essen konnte man die Dinger auch (... naja, dafür war aber alles selbst gemacht!). 40 Stück habe ich im Backofen warm gehalten bis die Mutti von der Berufsschule- und Sohnemann von der Arbeit nach Hause kamen. Äh ... kann auch andersrum gewesen sein, weiß ich nicht mehr so genau. Die Hälfte von dem Teig konnte ich wegkippen. Ich denke mal, die nächsten Waffeln kaufe ich lieber bei uns im Supermarkt oder warte bis der Weihnachtsmarkt wieder aufmacht.

Ps.
Natürlich hat dieses “Gespräch” mit meinem Handmixer nie stattgefunden. Nicht das hier jemand glaubt, ich hätte einen an der Waffel.